
Freizeit & Hobby
Modellsteinbau - Miniatur
Modellsteinbau - Miniatur
Bereits seit 19997 befasse ich mich mit dem Thema Modellsteinbau. Ich gieße aus Beton kleine Steine, die dann zu einer relativ großen Burgruinenanlage aufgemauert werden. Als Formen verwende ich BRIXX- Latexformen, die sich durch große Haltbarkeit auszeichen.
Gegossen wird mit einfachem 1:3 Beton (Feinsand, 0/3er), Bindezeit ca. 2 Tage, dann werden die Steine ausgelöst und nochmal mindestens 2 Tage nachgetrocknet. Gemauert wird mit einfachem Fliesenkleber, nach dem Aufsetzen der Steine werden die Fugen mit einem nassen "Kuttenlecker" abgewaschen. Ist das Gemäuer ausreichend durchgetrocknet, wird es mit Anthrazit-Fugenbunt eingepinselt, das nach einigen Tagen dann mit einem Schwamm abgewaschen wird. Dadurch, daß Beton und Fliesenkleber die Farbe unterschiedlich annehmen, enstehen sehr schöne alt aussehende Mauerstrukturen.
Es lassen sich so faszinierende Gebäude als Modelle, Miniaturen usw. z.B. zur dekorativen Darstellung von Warhammer-Figuren oder als Gartenplastiken herstellen. Dazu empfiehlt sich eine Nachdekoration mit Materialien aus dem Miniatureisenbahnbereich.
Die Gemäuer selbst sind wetterfest und frostsicher und können auch z.B. im Uferbereich des Gartenteiches verwendet werden. Vor der Verwendung in Aquariumanlagen sollten die Modelle mindestens 3 Monate gewässert werden, um einen entsprechenden ph-Wert zu bekommen und das Wasser nicht mehr zu trüben. Auch ein Schutzlacküberzug ist hier denkbar.
1997 begann ich mit einigen Testobjekten, bevor ich begann, das Projekt MAVOX zu bauen, eine ca. 6 qm, große Burgruine mit zahlreichen Türmen, frei modelliert. Nach 2 Umzügen konnte ich es dann endlich in meinem eigenen Haus fest installieren, wo ich bis 2007 immer mal wieder in der Freizeit daran arbeitete. So sah es vor ein paar Jahren aus (Click4Big):
Bedauerlicherweise bekamen meine beiden jüngsten Sprößlinge eines Tages dann, als ich zur Arbeit war, einen Hammer in die Fingerchen. Die Folgen waren fatal. Zwei Drittel der ursprünglichen Burg fielen der kindlichen Abrißbirne zum Opfer, sehr zu meinem Mißfallen. Hunderte Arbeitsstunden waren damit vernichtet. Drei Jahre lang habe ich das Abdecktuch über der Baustelle nicht gelüftet.
Nun habe ich beschlossen, die Festung wieder aufzubauen. Ich habe die Trümmer beseitigt, das Ganze mit Wasser gereinigt und es trocknet nun bis zum erneuten Baubeginn.
Nun werden erst einmal wieder Steine hergestellt, Pläne gemacht, und dann geht es wieder los. Ich freue mich schon sehr auf die neue Form, die sich sicherlich stark von der alten unterscheiden wird. Die Veränderungen werde ich hier dokumentieren.
Fortsetzung folgt!





