Frühjahrskur für Ihren Rasen
Mähen :
Regelmässiges Mähen (etwa alle sieben bis zehn Tage) macht den Rasen dicht und strapazierfähig. Mi jedem Schnitt regen Sie die Gräser an, neue Seitentriebe, Blätter und Ausläufer zu bilden. Zudem werden nicht schnittverträgliche Kräuter in ihre Schranken verwiesen. Es ist wichtig, eine Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 Zentimetern einzuhalten. (im Schatten nicht unter 4,5 Zentimeter) und nie mehr als die Hälfte der Aufwuchshöhe auf einmal abzuschneiden. Je tiefer Sie heruntermähen, desto empfindlicher werden die Gräser. Noch ein Wort zum Mulchen : Hier verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche. Es soll durch Bodenorganismen mineralisiert werden, sodass die Nährstoffe den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung stehen. Dafür benötigen Sie einen geeigneten Mäher und entsprechende äussere Bedingungen wie trockenen Rasen.
Vertikutieren :
Liegen gebliebenes Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste bilden Rasenfilz, der Luftaustausch sowie Wasser- und Düngerzufuhr behindert oder unterbindet. Vertikutieren beseitigt den Filz und der Rasen kann wieder atmen. Im Prinzip sollte das mindestens einem pro Jahr passieren. (März/April) Zusätzlich können Im August-September durch Vertikutieren noch flach wachsende Unkräuter entfernt werden. Auch wenn der Rasen danach ramponiert aussieht, ist das kein Grund zur Sorge. Kleinere Löcher schliessen sich, unterstützt durch nachfolgende Düngung von selbst. In grössere Lücken wird nachgesät. Alle Vertikutiergeräte besitzen scharfe Messer. Wichtig : Diese berühren den Boden leicht, schlitzen ihn aber nicht auf - es soll nur der Filz entfernt, nicht die Erde beackert werden. Zu tief eingestellte Messer schädigen die Rasenwurzeln. Idealerweise sind Rasenfläche und Boden zum Vertikutieren abgetrocknet. Das Vertikutiergut ist natürlich von der Fläche zu entfernen.
Säen :
Das Vertikutieren hinterlässt auf vermoostem Rasen meist grosse Lücken. Diese sollten Sie durch Nachsäen schliessen, damit die Grasnarbe schnell wieder grün, dicht und strapazierfähig wird. Bringen Sie das Saatgut von Hand aus und harken Sie die Samen anschliessend flach ein.
Düngen :
Viele Rasenflächen leiden unter Nährstoffmangel, der sich durch nachlassende Grünfärbung und geringen Zuwachs bemerkbar macht. Gräser brauchen eine spezielle Rezeptur der wichtigsten Mineralien, darunter Stickstoff, Phosphor, Kalium. Entsprechende Rasenlangzeitdünger stellen die benötigten Stoffe in der richtigen Form und Menge zur Verfügung. Zierrasen ohne Beanspruchung wird zweimal pro Jahr gedüngt : zu Wachstumsbeginn um Frühjahr sowie im Juli. Belasteter Rasen erhält in der Regel dreimal im Jahr Langzeitdünger. Je stärker die Nutzung und je höher der Verschleiss der Gräser ist, desto mehr Nährstoffe werden benötigt, damit die Schäden auswachsen.
Wässern :
Gräser bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser. Ohne Nass werden sie gelb und sterben ab. Der Bedarf hängt von den Temperatur- und Bodenverhältnissen ab. Grundsätzlich gilt für das Wässern : Klotzen, nicht kleckern. Bei Trockenheit den Rasen ein- bis zweimal die Woche gründlich beregnen. Boden am besten abends und möglichst über die gesamte Rasenfläche, wurzeltief durchfeuchten. So bleiben die Wurzeln in tieferen Schichten. Unter Bäumen öfter wässern.



