köstliche Kohlvielfalt
Weisskohl: nicht nur als Sauerkraut
Sehr ballaststoffreich, macht daher lange satt und regt die Verdauung an. Ausserdem liefert er die Vitamine C und B und bioaktive Senföle, die das Immunsystem stärken.
Gefüllt als Rouladen, roh als Krautsalat, als Gemüsebeilage oder in Eintöpfen. Milchsauer eingelegt, wird er zu Sauerkraut. Im Frühjahr und Sommer zarter als im Winter.
Angeschnitten in Folie gewickelt im Kühlschrank aufbewahren, so bleibt er ca. 5 Tage frisch. Kümmel im Kochwasser macht ihn verträglicher.
Chinakohl : toll als Salat
Er hat von allen Kohlsorten den höchsten Wasseranteil, ist deshalb sehr kalorienarm. Er enthält viel Vitamin C, Folsäure, Kalium und ausserdem sekundäre Pflanzenstoffe.
Dezenter Kohlgeschmack, ist als Salat gut in Kombination mit Früchten. Auch lecker : Asiatisch gebraten im Wok, in Gemüsepfannen, gefüllt als Rouladen.
Leicht verdaulich und deshalb auch für den empfindlichen Magen geeignet. Nicht zu lange (ca. 3 Min.) garen, er wird schnell matschig.
Romanesco: besonders dekorativ
Eine Variante vom Blumenkohl. Enthält aber mehr Vitamin C, mehr B-Vitamine und vor allem mehr Betacarotin als dieser.
Zubereitung wie Blumenkohl oder Brokkoli, schmeckt aber etwas kräftiger und intensiver. Toll für Gemüseplatten.
Nach dem Garen mit Eiswasser abschrecken, so bleibt die grüne Farbe besonders gut erhalten.
Rosenkohl: nach Frost am besten
Sehr Vitamin-C-reich, liefert viel Folsäure, Kalium und Eisen. Durch Frost erhöht sich der Zuckergehalt und der Kohl schmeckt feiner und milder.
In Eintöpfen oder Suppen, gedünstet als Gemüse, überbacken als Auflauf oder gemischt mit Kartoffeln als Püree. Abgeriebene Zitronenschale gibt ihm ein frisches Aroma.
Stielansatz kreuzweise einritzen, dann garen die Köpfe gleichmässiger. Nicht zu lange lagern, im Kühlschrank bleibt er ca. 3 Tage frisch.
Rotkohl -- in Schmalz andünsten --
Seine Farbstoffe, die Anthocyane, sollen als Bioaktivstoffe gegen Krebs wirken. Er liefert viel Vitamin C und Ballaststoffe.
Roh als Salat, geschmort als Gemüse oder Rouladen. Etwas Konfitüre rundet den milden Geschmack ab. Orientalisch : Mit Kreuzkümmel und Zimt.
Köpfe mit fast schwarzen, derben Blättern liegen lassen - sie sind schon älter. Damit die Farbe beim Schmoren erhalten bleibt, Essig zugeben.
Wirsingkohl: für Kräftiges im Winter
Mit reichlich Vitamin C, Folsäure und Betacarotin schützt Wirsing vor Erkältungen. Durch seinen hohen
Mangan-Anteil unterstützt er ausserdem die Leber. Viel Vitamin B beruhigt die Nerven.
Sein kräftig-würziger Geschmack passt gut in Eintöpfe. Er schmeckt aber auch geschmort als Gemüse oder gefüllt als Roulade. Roh ist er unbekömmlich.
Frühjahrswirsing ist besonders zart, im Winter ist er derber und kräftiger. Aussenblätter dann immer entfernen - sie sind ledrig. Für Rouladen dicke Blattrippen flach schneiden, für Gemüse die Rippen ganz ausschneiden.
Kohlrabi: auch mal roh probieren
Sein hoher Selengehalt stärkt zusammen mit dem Vitamin C das Immunsystem. Das kalorienarme Gemüse liefert ausserdem wichtige Ballaststoffe für die Verdauung, B-Vitamine und die Mineralstoffe Magnesium und Kalium.
Kohlrabi schmeckt leicht süsslich und kaum nach Kohl. Lecker als Roh-Kostsalat, als Gemüse in heller Sosse oder als Cremesuppe. Toll mit Nüssen oder Currypulver kombinierbar.
Die kleinen, zarten Blätter gehackt über das fertige Gericht streuen - sie sind besonders vitalstoffreich und würzig. Zum Lagern immer das Grün entfernen, so bleiben die Knollen länger frisch.
Spitzkohl: sehr gut verträglich
Der kegelförmige Kohl ist eine Variante des Weisskohls. Er liefert reichlich Vitamin C und Provitamin A. Mit viel Kalium wirkt er ausserdem entwässernd und entschlackend. Aufgrund seiner zarten Blätter ist er leichter verdaulich als andere Kohlsorten.
Der knackige Kohl schmeckt leicht süss und nussig. Roh ideal als Salat. Auch gebraten oder gedünstet schmeckt er (Nur kurz ca.10 Min.) Garen, er sollte nochB iss haben.
Spitzkohl hat nur von Mai bis Juli Saison. Ob er frisch ist, können Sie so testen : Blätter aneinander reiben - quietschen sie, ist er okay. Spitzkohl wird auch zu besonders feinem Sauerkraut verarbeitet.
Brokkoli: Allround-Talent
Brokkoli ist der Vitamin-C-Star unter den Kohlsorten : schon 100 gr decken den empfohlenen Vitamin - C- Tagesbedarf. Ausserdem liefert er B-Vitamine, Betacarotin, Eisen.
Der vielseitige Kohl schmeckt gedünstet als Gemüse oder Salat, in Eintöpfen, Aufläufen und als Cremesuppe. Fein mit gerösteten Mandelblättchen oder italienisch mit Parmesan bestreut.
Stiele nicht wegwerfen : Schälen, klein schneiden und zusammen mit den Röschen kochen. Nicht zu lange lagern, er wird schnell gelb und welk.
Blumenkohl: fein und mild
Blumenkohl ist reich an Vitamin C, Folsäure und anderen B-Vitaminen, Vitamin K und Mineralstoffen. Durch seine zarte Struktur ist er besonders leicht verdaulich.
Der feine Geschmack kommt besonders mit hellen Sossen, als Gratin oder Cremesuppe zur Geltung. Er verträgt aber auch Gewürze wie Curry und schmeckt kalt als Salat.
Vorsicht ! dunkle Flecken sind ein Zeichen für Überlagerung. Damit er beim Kochen weiss bleibt, Milch oder Zitronensaft ins Wasser geben.
Grünkohl: nur im Winter zu haben
Der derbe Kohl hat einenbesonders hohen Eisengehalt - wichtig für den Sauerstofftransport im Körper. Ausserdem liefert er viel Vitamin C und eine nennenswerte Menge Kalzium für starke Knochen und Zähne.
Er schmeckt geschmort oder gedünstet am besten. Klassisch gibt es dazu Röst-Kartoffeln und deftiges Fleisch oder Würste. Harte Stiele ausschneiden, Blätter blanchieren und erst dann klein schneiden.
Meist sehr sandig. Gründlich waschen. Am besten und bekömmlichsten ist er nach dem ersten Frost.
Aktualisiert (Mittwoch, den 30. März 2011 um 12:41 Uhr)



