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Als Seehund wird in der Deutschen Marine ein ferngelenktes Minenräumboot bezeichnet, das zur Bekämpfung von Seeminen durch akustische und Magnetfelder eingesetzt wird. Kern des Bootes ist eine als Hohlstab ausgeführte große Magnetspule. Von der Seehund-Klasse wurden zwischen 1980 und 1982 18 Einheiten bei Maschinenbau Kiel (MaK) gebaut, wobei immer drei bis vier einem Hohlstablenkboot zugeordnet sind. Die Boote der Seehund-Klasse sind Simulationsräumgeräte, die von einer Führungsplattform aus ferngelenkt werden. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer in den Rumpf integrierten magnetischen Spule für das Räumen von Magnetminen. Zusätzlich führt jedes Boot eine Geräuschboje zum Räumen von akustischen Minen mit. Mit diesen Vorrichtungen erzeugt das Boot im Einsatz schiffsähnliche Magnetfelder und Geräusche, die die Zünder der Seeminen auslösen und die Mine zur Detonation bringt. Durch seine besondere Bauart nimmt das auslösende Boot dabei keinen Schaden.

Länge: 26,9m; Breite:4,6 m; Tiefgang max. 1,4 m; Verdrängung: 99 t; Besatzung: 2 Mann (im Einsatz ferngelenkt)




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