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Die Eider ist der längste Fluss in Schleswig-Holstein (188km), sie entspringt nördlich von Neumünster und mündet bei Tönning in die Nordsee. Der Fluss gehört zu einen großen Gewässer-Verbund, zu dem Eider, Treene, Sorge und Nord-Ostsee-Kanal zählen. Angel- und Wassersport sind ein beliebtes Freizeitvergnügen auf der Eider, die als naturnahes langsam fließendes Gewässer gilt. Erkunden Sie mit MyHolstein diesen schönen Fluss vom Boot aus.



Im Topografischen Atlas Schleswig-Holstein von 1963 heißt es: „Die Eider entspringt beim Gut Schönhagen.“ Das stimmt noch heute: Die Eider entspringt zu gleicher Stärke zwei in Holstein gelegenen Quellteichen, nämlich dem See am Forsthaus Mannhagen südlich Schönhagen und dem Heickenteich beim Overdorfer Redder oberhalb des Klasterdoppelteiches, der früher herkömmlich als Quellteich angesehen wurde, jedoch einen geringeren Wasseraustritt hat. Die Ausflüsse der beiden oberen Quellteiche sind heute teilweise stark verrohrt und treffen sich unterhalb von Klein Buchwald zur Drögen Eider, die zum Bothkamper See fließt, der zwischen Bordesholm und Preetz liegt. Vom See fließt sie erst ein kleines Stück nach Südwesten, um dann östlich an Bordesholm vorbeizufließen. Fortan fließt ihr Wasser Richtung Norden nach Flintbek, Molfsee und dann in den Schulensee, der am südwestlichen Stadtrand von Kiel liegt.

Obwohl die Eider sich bei der Großstadt Kiel dicht an der Ostsee vorbeischlängelt, versperrt eine Endmoräne, der Hornheimer Riegel, den Weg zur Ostsee, und die Eider wendet sich fortan der Nordsee zu: Nach Durchfließen des Schulensees fließt sie in Richtung Westen in den Westensee und durch ihn nach Norden. Beim Flemhuder See, an dem sie seit der Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals 1907–1914 im Achterwehrer Schifffahrtskanal östlich vorbeifließt, mündet sie in den Nord-Ostsee-Kanal, der bis Rendsburg im Wesentlichen dem alten Flusstal folgt. In diesem Bereich existieren daneben noch Strecken als Alte Eider und des ehemaligen Eiderkanals.

Zentral für die Eider liegt Rendsburg: Einerseits speist ihr Wasser hier den Nord-Ostsee-Kanal. Andererseits entspringt die Eider in Rendsburg sozusagen neu, da kein Wasser aus dem Nord-Ostsee-Kanal zurück in den Fluss gelangt. Die Eider gehört ab Rendsburg zur Flussgebietseinheit Eider, die in den Nord-Ostsee-Kanal mündende Obere Eider (Fließgewässerkennziffer 59782) dagegen zum Einzugsgebiet des Kanals und damit zur Flussgebietseinheit Elbe. Das Teilstück der Eider zwischen Rendsburg und dem Nord-Ostsee-Kanal wird als Obereider (auch Obereidersee wegen der seeartigen Verbreiterung) bezeichnet. Danach mäandert die Eider nach Westen über Friedrichstadt nach Tönning, wo sie in den Purrenstrom mündet – ihr etwa 9 km langer und 2 km breiter Mündungstrichter. Nicht nur in diesem Bereich ihres Unterlaufs ist die Eider ein Tidefluss, der Brackwasser- und Süßwasserwatten aufweist. Am Südwestende des Purrenstroms befindet sich das große Eidersperrwerk. Direkt dahinter befindet sich das Wattenmeer der Nordsee und der Bereich der Außeneider.

Durch die bei Ebbe und Flut auftretenden gewaltigen Strömungen hat sich das Flussbett der Eider sehr tief in den weichen Marschboden geschnitten, der vorwiegend aus Klei besteht. So findet man vor allem in den scharfen Flusskurven Wassertiefen bis zu 20 m vor. Die größten Nebenflüsse der Eider sind die Treene und die Sorge. Der Unterlauf der Eider ist durch den Gieselaukanal mit dem Nord-Ostsee-Kanal verbunden. Eider, Nord-Ostsee-Kanal und Treene. Der mittlere Abfluss der Eider beträgt 6,5 m³/s.

Die Eider blickt auf eine sehr lange Geschichte als Wasserweg zurück. Schon während der Wikingerzeit diente die Route von der Nordsee durch die Flüsse Eider und Treene und weiter über Land nach Haithabu an der Schlei als Verbindung zum Ostseeraum. Die Eider ist seit dem Mittelalter starken Veränderungen unterworfen gewesen. Eingriffe im Flusslauf und damit verbundene Änderungen des alten Flussbettes sind heute auf Luftbildern noch deutlich zu erkennen. 1499 wurde auf Höhe der heutigen Siedlung Bösbüttel, Gemeinde Sankt Annen (Dithmarschen), ein Seitenarm der Eider zu Dithmarschen hin eingedeicht. 1570–1589 wurde ein neuer Zufluss der Treene zur Eider hergestellt. „Mit der Abdämmung der Treene ist ein folgenschwerer Eingriff in die Abflussverhältnisse der Eider vollzogen worden.“ Über vier Schleusen entwässerte die Treene bei Friedrichstadt in die Eider.

Mit dem Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals 1777–1784 (ab 1853: Eiderkanal) von Holtenau nach Rendsburg wurde dann ein durchgehender Schifffahrtsweg zwischen Nord- und Ostsee geschaffen, der auch für den Handel zwischen England, Frankreich, Holland und der Ostsee genutzt wurde. Dies führte zu einer wirtschaftlichen Blüte in dieser Region. War schon der Eiderkanal ein starker Eingriff in die Hydrographie der Eider, so noch mehr sein Nachfolger der Nord-Ostsee-Kanal (NOK), der lange Strecken der Eider und des Eiderkanals ersetzt. Die Obereider mündete durch den Flemhuder See in den NOK und schnitt damit 37 % des Einzugsgebiets von der Untereider ab, was unterhalb Rendsburgs zu starken Verschlickungen führte. In Rendsburg wurde durch eine Schleuse eine Verbindung zwischen Eider und NOK hergestellt, die 1936/37 durch den Gieselaukanal ersetzt wurde.

Von 1935 bis 1937 wurde südöstlich von Friedrichstadt die Eiderabdämmung Nordfeld bei km 78,3 gebaut, um einen besseren Schutz vor Sturmfluten mit den immer wiederkehrenden Überschwemmungen und Zerstörungen in den Marschen links und rechts der Eider zu erreichen und die Vorflut für dieses Gebiet zu verbessern. Seitdem ist die Eider nur noch zwischen Nordfeld und der Mündung ein Tidegewässer und man bezeichnet die Strecke unterhalb Nordfeld als Tideeider und oberhalb als Binneneider. Vor der Abdämmung reichten die Gezeiten noch bis nach Rendsburg. Das Sielbauwerk mit fünf Öffnungen von je 6 m Breite und die 65 m lange Schiffsschleuse Nordfeld liegen in einem Flussdurchstich. Bei km 26,1 wurde die Staustufe Lexfähre mit Schleuse errichtet.

Die Eiderabdämmung bei Nordfeld hat den Sturmflutschutz der oberhalb gelegenen Eiderniederung voll gewährleistet. Es kam aber wegen der starken Veränderung der Tideverhältnisse unterhalb der Abdämmung zu einer so nicht voraussehbaren Versandung, durch die Vorflut und Schifffahrt gefährdet wurden. Deshalb wurde in den Jahren von 1967 bis 1973 im Rahmen des Programms Nord ein Sturmflutsperrwerk im Eidermündungstrichter (Katinger Watt) gebaut, das nun auch das Gebiet zwischen Nordfeld und Sperrwerk vor Sturmfluten schützt. Das Eidersperrwerk liegt in einem rd. 5 km langen Damm. Es hat fünf je 40 m breite Öffnungen mit Segmentverschlüssen und eine Schiffsschleuse. Die normale Tidebewegung wird durch das Sperrwerk nicht wesentlich beeinträchtigt. In den 1990er Jahren kam es zu einem erhöhten Rückstau, weil man aufgrund der extremen Wetterlage nicht genügend Oberflächenwasser entwässern konnte.

Der Güterverkehr auf der Eider hat heute an Bedeutung verloren. Der Fluss wird aber zunehmend von der Sportschifffahrt genutzt, da über Gieselaukanal und Nord-Ostsee-Kanal immer noch eine reizvolle Verbindung zur Ostsee besteht. Die Eider wird von mehreren Fähren und Brücken überquert. In den Saisonwochenenden von Mai bis September können Fußgänger und Radfahrer die Eider z.B. an der Hohner und der Bargener Fähre überqueren.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eider

Ein Bild aus der Galerie www.blende-8-foto.de
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